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Polyhexanid – Betain - Informationen

Polyhexanid (PHMB) wurde in den fünfziger Jahren von ICI in England bei der Suche nach neuen Malaria-Wirkstoffen erstmals synthetisiert und charakterisiert. Es zeigte sich schnell, dass Polyhexanid gegen Malaria wenig wirksam war, aber eine sehr gute antimikrobielle Wirkung gegen ein breites Keimspektrum hatte. 

Polyhexanid wird seitdem in extrem unterschiedlichen Konzentrationen als Desinfektionsmittel in industriellen Prozessen und als Konservierungsstoff in kosmetischen und medizinischen Produkten erfolgreich eingesetzt.

Eine Auswahl von Anwendungsbereichen von Polyhexanid

  • Konservierungsmittel in Kosmetika
  • Medizinprodukte zur Wundreinigung und MRSA Dekontamination
  • Arzneimittel zur Wundantiseptik
  • Desinfektionslösungen für Kontaktlinsen
  • Desinfektion von Schwimm- und Badewasser
  • diverse industrielle Anwendungen 

Der Schweizer Chirurg Prof. Willenegger führte Polyhexanid Ende der achtziger Jahre in die Humanmedizin ein. Er nutzte es unter dem Namen Lavasept® sehr erfolgreich zur lokalen antiseptischen Behandlung bei chirurgischen Eingriffen. 

Im Jahr 2001 kam mit Prontosan® W das erste gebrauchsfertige Medizinprodukt mit Polyhexanid zur Wundreinigung auf den Markt. Da Polyhexanid die Wundheilung auf vielfältige Weise unterstützt, steigt der Einsatz von polyhexanidhaltigen Wundprodukten (Sprays, Lösungen, Gele, Schäume und Wundauflagen) seitdem stetig an.

Es hat sich erwiesen, dass die Reinigung von Wunden mit Produkten auf Basis des Polyhexanid-Betain-Komplexes die bakterielle Belastung und die Infektionsrate senkt. Polyhexanid beeinflusst zusätzlich den Heilungsverlauf von Verbrennungswunden positiv.

Polyhexanid erhielt von der US Environmental Protection Agency (EPA) im September 2005 die abermalige Registrierung für den Einsatz in verschiedenen Bereichen. Das zunehmende Auftreten von Antibiotika-Resistenzen bei humanpathogenen Bakterien verstärkte die Suche nach wirksamen und verträglichen lokalen Antiseptika, und Polyhexanid erwies sich als hervorragend geeignete Substanz. 

Die therapeutische Breite bzw. das Nutzen-Risiko-Verhältnis von Polyhexanid ist im Vergleich mit anderen Antiseptika deutlich besser.

Tierexperimentell ließ sich ein signifikant verbesserter Heilungsverlauf an aseptischen Wunden nachweisen, was möglicherweise mit einer Hemmung des Kollagenabbaus zu erklären ist. In einer klinischen Studie an Verbrennungswunden des Grades IIa wurde außerdem eine schmerzlindernde Wirkung von polyhexanidhaltigen Wundauflagen nachgewiesen.

Die Bedeutung von Polyhexanid in der Wundantiseptik ist heute unumstritten. Die antimikrobielle Behandlung mit polihexanid-haltigen Produkten wird von führenden Wundexperten seit 2004 bis heute als Mittel der ersten Wahl empfohlen.

Polyhexanid

Polyhexanid ist ein polymeres Biguanid mit antimikrobiellen Eigenschaften und hervorragender Haut- und Schleimhautverträglichkeit. 

Polyhexanid oder auch Polyhexamethylenbiguanid wird in der INCI-Liste unter der Bezeichnung „Polyaminopropyl Biguanide“ geführt. In Medizinprodukten, sowie in Arzneimitteln wird es als Konservierungsmittel und zur Unterstützung der Wundheilung eingesetzt.

Seit 1959 wird es zur Konservierung in der Kosmetikindustrie verwendet und ist laut Kosmetikverordnung (KVO) bis zu einer Konzentration von 0,3% zugelassen. Somit gibt es keine Einschränkung in der Anwendungsdauer.

Polyhexanid ist seit 2004 *Mittel der ersten Wahl zur Behandlung akuter und chronischer Wunden. 

Betain

Undecylenamidopropyl-Betain ist ein besonders hochwertiges amphoteres Tensid, das die Oberflächenspannung von Flüssigkeiten reduziert und dadurch Biofilme aufbricht. Durch diese Netzkraft erleichtert es die Entfernung von belastenden Keimen. 

Betaine haben eine ausgezeichnete Reinigungswirkung bei gleichzeitig bester Hautverträglichkeit. Dieses spezielle Betain ist von der KVO (Kosmetikverordnung) mit einer Konzentration von bis zu 40% in Babyshampoos zugelassen ist. Im Gegensatz zu anderen Produkten kann auf rückfettende Substanzen völlig verzichtet werden, da es die Haut nicht austrocknet.